Bücher · Planspiele · Denkwerkzeuge

Joachim Zischke
Joachim Zischke

»Wir sind hier« ist keine Antwort auf die Frage »Wohin gehen wir?«
Joachim Zischke


a. Ich muss wohl etwas aus der Zeit gefallen sein: Ich denke spielerisch und arbeite haptisch. Als meine Frau zu mir sagte: »Du redest wie dein Computer-Programm«, erkannte ich, dass ich fehlprogrammiert war. Heute denke ich anders, kommuniziere ich anders, handle anders. Ich bin ein Fragensteller. Das Spiel ist ganz einfach: Ich frage, Sie antworten. Wenn Sie nicht antworten können, haben Sie ein Problem. Das Problem lösen Sie, indem Sie sich mit Ihrem Nichtwissen beschäftigen. Das Ergründen des Nichtwissens beginnt stets mit einer Frage. Hier schließt sich der Kreis.

Unser Wissen scheint unendlich und doch verheddern wir uns in seiner Komplexität. »Man soll die Dinge so einfach machen wie möglich – aber nicht einfacher«, sagt Albert Einstein, und wir nicken. Doch Heinrich Tessenow hält dagegen: »Das Einfache ist nicht immer das Beste. Aber das Beste ist immer einfach.« Und jetzt? Was uns fehlt, ist ein Management des Nichtwissens. Denn nur wenn wir wissen, was wir nicht wissen, wissen wir. Das Nichtwissen ist das schwierigste Wissen. Und wir brauchen Musze. Musze bedeutet Innehalten, Luft holen, Reflexion, Entspannen. Der protestantische Arbeitsethos hat die Arbeit zur heiligen Pflicht erhoben und wir zum Ideal unseres Lebens. Dabei ist Arbeit doch eher eine Tätigkeit, um seinen Körper am Leben zu erhalten, um ihm den Genuss der Musze zu ermöglichen. Nietzsche erkannte: »Wer vom Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave, sei er übrigens, wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.« Meine Frage lautet: Wo reihen Sie sich hier ein?

Reine Denkarbeit.
Keine Algorithmen.

b. Das italienische Verb dilettare bedeutet amüsieren, erfreuen, ergötzen. In feudalen Zeiten ist der Adlige der Dilettant. In unserer Arbeitsgesellschaft gilt der Dilettant als Stümper. Dabei heißt ein Dilettant zu sein, sich an etwas zu versuchen, sich zu erproben, auch Neues in die Welt zu bringen. Der Dilettant tut etwas aus Freude, aus Leidenschaft. Er greift zum Pinsel und malt, weil es ihm Spaß macht; er lauscht Mozarts Don Giovanni ohne die Partitur analysieren zu müssen. Er muss kein Profi sein, dessen Maßstab von Effizienz und Perfektion bereits pathologische Züge annimmt. Der Dilettant bewegt sich außerhalb von Normen und eingefahrenen Wegen; so ist er frei in seinem Denken und Handeln.

Als Cortegiano fungiert er in der hohen Schule eines kontrollierten Dilettantismus. Mit seinem begrenzten Teil von Wissen und Fertigkeiten hat er zugleich ein sicheres Gespür für die größeren Dinge, die jenseits seiner Grenzen liegen. Der Dilettant delektiert sich, und er hat Gefallen daran, im Übermaß das Gefällige zu produzieren. Jeder Pionier ist per definitionem Dilettant. Der Dilettant beherrscht das Ethos des Anfangens und das Telos des Sinnerfüllens. Er benutzt vorhandene Muster, baut sie nach, modifiziert, variiert, adaptiert sie. Nicht jede Idee muss eine Geschäftsidee sein; eine Sache kann er auch bleiben lassen. Die serielle industrielle Produktion von Massenhaftigkeit lässt er hinter sich; er muss sich dem Druck der Hochleistung und Konkurrenz nicht aussetzen. Er verbleibt souverän in der Welt seiner Kunst, seiner individuellen Lebenskunst. Ich bin ein Dilettant. Sie vielleicht auch?

Bücher

Kant am Bauzaun
Nichtwissen
Fenster
Deidesheim
Fünf Kühe
Desktop Publishing

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Planspiele und Denkwerkzeuge

Raum

Quo vadis, Wissen?

Das kooperative, nahtlos in den Unternehmensalltag integrierte Planspiel confluo: fördert die Kommunikation von Mitarbeitern und den Austausch von Wissen und Information.

Innovation als Prozess erleben

RaumErleben Sie, wie Innovation funktioniert. In lockerer Atmosphäre und im ungewöhnlichen Ambiente eines exklusiven Kochateliers. Cook & Innovate ist das einzigartige Planspiel, das die Prozesse der Innovation in ein kulinarisches Ereignis verwandelt.

Raumoctopas ist ein haptisches Methodenwerkzeug mit dem Sie Prozesse, Information und Wissen, auch Ihr Denken bildlich, transparent und verständlich strukturieren und sichtbar machen. Das Werkzeug bietet funktionale Elemente, die auch komplexe Aufgaben und Situationen darstellen.

Führen, um Ziele zu erreichen

CucapacachaIm rollenbasierten Planspiel Cucapa­cacha üben Führungskräfte, Dialoge sachlich, menschlich, werteorientiert und doch zielgerichtet zu führen, um Aufgaben im Team auch in extremen Situationen planmässig zu erfüllen.

Leben und Arbeiten

  • Autor, Unternehmer und Peripatetiker seit 1978
  • Ausbildung in kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Fachrichtungen sowie Software-Engineering in Hamburg, London und Melbourne
  • Autor und Verleger von Fach- und Sachbüchern, zum Beispiel das erste Desktop Publishing Buch im deutschsprachigen Raum (1987), Spazieren fünf Kühe auf einer Landstraße - Das ungewöhnliche 50-Tage-Kreativtraining (2011) und Kant am Bauzaun (2016)
  • Entwickler von haptischen Planspielen sowie Werkzeugen für die Themen Teamentwicklung, Peripatetik, Wissenstransfer und Wein-Sensorik
  • Gestalter von SpielKunstWerken wie Alte Salzstraße, Sudoku pur und Basatiin al Djabriin
  • Sensologe für Wein, zertifiziert für das PAR-System

 

c. Morgens arbeite ich vier, fünf Stunden, intensiv und störungsfrei, mit einigen Tassen feinen Tees. Ich lese, recherchiere, schreibe Artikel oder an meinen Büchern. Dann ist Mittag und danach Zeit für ein Nickerchen. Der Nachmittag ist reserviert für das Gehen in der Natur und Nachdenken. Der Abend gehört der Familie, Gesprächen, Musik oder Hörspiele hören.

Meine Arbeiten und Publikationen erscheinen im eigenen Dialogus ≡ Autorverlag: ein Autor, ein Verlag – oder anders gesagt: ein Mann, ein Wort. Dialogus entstand aus dem Wunsch, reizvoll, lustvoll, gedankenfüllend und themenfrei zu publizieren. Die Publikationen von Dialogus entspringen anderen Schubladen: abseits des Massenmarkts, ungewöhnlich im Format, überraschend in den Texten und ausgestattet mit einem seltenen Attribut: Zeit zu haben, sich den Weg zum Leser zu suchen.

Meine Interessen

  • Absurdistisches und Neologistisches
  • Adam's Peak, Pico Bolivar und Twin Pitons
  • Alte Musik und Hörspiele
  • Aphorismen und Haiku
  • Bibliotheken und Epikurs Garten
  • Borges, Calvino und Lichtenberg
  • Chronographen und Drehbleistifte
  • Gehen und Denken
  • Inseln und Landschaften
  • Labyrinthe und Hoffnung
  • Little Black Books und andere schmale Bücher
  • Mann, Frau und Kommunikation
  • Peripatetik und Philosophie
  • Sensoanalytik und Vinologie
  • Tod und Utopie
  • Vögel und Intelligenz
  • Wälder, Wüsten und Wissen
  • Zielloses Ortserkunden

Leistungen

 

Keine Leistungen

Joachim Zischke bedauert, dass es für ihn unmöglich ist

a. ohne Vergütung

  • Manuskripte zu lesen,
  • Beiträge für Bücher oder Periodika zu verfassen,
  • als Herausgeber tätig zu sein,
  • Beurteilungen abzugeben,
  • Seminare oder Workshops abzuhalten,
  • Vorträge zu halten,
  • in Rundfunk- oder Fernsehsendungen mitzuwirken.

 

b.

  • an Kettenbriefen oder Sammlungen teilzunehmen,
  • Bücher, Spiele oder andere Werke zu spenden,
  • Bücher für Unbekannte zu signieren,
  • persönliche Informationen zu liefern,
  • persönliche Fotografien zu liefern,
  • zu erlauben, seinen Namen als Referenz zu nutzen,
  • Unbekannte zu empfangen, ohne dass diese in geschäftlicher Verbindung mit ihm stehen.